Geschichte von Umag

Geschichte von Umag

Dien Entstehung von Umag reicht bis in die Antike zurück, als die Einwohner der umliegenden Gebiete begonnen hatten, sich auf der schmalen Insel niederzulassen. Die Insel wurde durch Aufschüttung allmählich erweitert und entwickelte sich so zu der Halbinsel, wie wir sie heute kennen. In den Schriftquellen wird sie erstmals im 6. Jahrhundert als Humagum erwähnt und ihre Entwicklung profitierte vor allem von der günstigen Lage. Die Gegend von Umag befand sich nämlich auf dem Weg in Richtung Süden, von Aquileia aus, welche die Römer als Standort zur militärischen Kontrolle Istriens und der nördlichen Adria gegründet hatten.

Viele Jahre vor Entstehung des heutigen Umags standen in den umliegenden Gebieten prähistorische Festungen und in der frühen Römerzeit gab es eine größere Zahl luxuriöser Villen, die sog. Villae rusticae ,vor allem entlang der Küste, nördlich von Umag, von Zambratija bis Katoro.

Antike Überreste in Katoro

Aus der Zeit der Frühantike stammen viele wertvolle Funde aus Katoro und nördlich davon, wie die Überreste einer Meeresvilla mit Bodenmosaiken. In der Unterwasserwelt von Katoro sind Reste des Uferbaus und Deiche erhalten geblieben und bei Unterwasserforschungen wurden viele keramische Gegenstände, hauptsächlich für den Küchengebrauch gefunden. Im Strudel der historischen Ereignisse, verloren die Siedlungen auf Katoro vermehrt an Bedeutung, während Umag allmählich wuchs.

Umag nach dem Untergang des Westlichen Römischen Reiches

Nach dem Fall des Weströmischen Reiches, wechselten sich in Umag, genau wie in ganz Istrien, die Herrscher der germanischen Königreiche und des Byzantinischen Reiches ab. Allerdings veränderten sich die sozialen Beziehungen nicht wesentlich, die aus der römischen Zeit überliefert wurden, mit Ausnahme der Ansiedlung der Slawen. Das Ende des 8. und 9 Jahrhunderts wurde geprägt durch den Fränkischen Staat und dem Beginn des Feudalisierungsprozesses. Der kroatische Herzog Domagoj hatte Umag in den damaligen Kriegen mit den Franken verwüstet, so dass die Stadt daraufhin abzuschwächen begann.

Die Herrschaft der Republik Venedig

Im späteren Mittelalter hatte Umag, unter den ersten in Istrien, im Jahr 1269 die Herrschaft der Republik Venedig und ihre wachsende Seemacht anerkannt und blieb unter ihrer Verwaltung bis zu ihrem Zusammenbruch am Ende des18. Jahrhunderts.

Die Ausweitung der Stadt auf das Festland, außerhalb der Halbinsel, wird erstmals in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erwähnt. Im Jahr 1370 zündeten die Genuaner, die damals mit Venedig um die Vorherrschaft der Adria kämpften, die Stadt an. Durch diesen Akt wurde das damalige Stadtarchiv zerstört.

In den folgenden Jahrhunderten war Umag fast menschenleer, nicht nur wegen der kriegerischen Verwüstungen, sondern auch durch das häufige Auftreten von Fieber und Malaria. Daher siedelten sich hier während des 16. und 17 Jahrhunderts Gruppen von Bewohnern aus südlichen Gebieten der Balkanhalbinsel, insbesondere aus Griechenland, Albanien und Dalmatien an. Doch die Zeiten waren immer noch nicht friedlich. Quellen vermerkten, dass Piratenangriffe im Jahre 1687 Umag geplündert und Einwohner entführt hatten.

Umag im Rahmen der Österreich-ungarischen Monarchie

Nach dem Zusammenbruch des venezianischen Imperiums im Jahr 1797 fällt die Stadt unter die Herrschaft der Habsburger Monarchie, jedoch wird ihre Herrschaft nach nur acht Jahren durch Napoleon unterbrochen. Obwohl seine Verwaltung in Istrien nicht lange währte, wird die Geschichte von Umag sich gut daran erinnern, da die Stadt in dieser Zeit, im Jahr 1811 durch die Engländer in Brand gesteckt wurde. Nach der Niederlage des Napoleonischen Frankreichs wird Umag im Jahr 1813 Teil der Österreich -Ungarischen Monarchie bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Das Königreich Italien

Mit dem Ende des Krieges fällt die Stadt unter die Regierung des Königreichs Italien. Bald darauf wurde im Jahr 1924 bei einem weiteren Großbrand, der Stadtpalast auf dem Hauptplatz neben der Kirche zerstört.

Ende des II. Weltkrieges

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in dieser Gegend die Regelung der Grenzfrage erst im Jahr 1954 gelöst, als mittels internationalem Vertrag, Umag, bis dato auf freien Territorium von Triest, zu Jugoslawien gehört und mit dessen Auflösung zu Kroatien.

Durch die schnelle Entwicklung des Tourismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird Umag zum wirtschaftlichen Zentrum und zur größten Stadt im Nordwesten Istriens sowie ein wichtiges touristisches und sportliches Zentrum in ganz Kroatien.

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