Kirche

Geschichte von Buje

Aufgrund der hervorragenden strategischen Lage auf dem Hügel, lockte Buje bereits in der Bronzezeit die einstige Bevölkerung an. Ihre Herkunft ist unbekannt, sie lebten im Kastell, einer prähistorische Siedlung auf der Hügelspitze. In Buje und Umgebung wurden die Überreste von 20ig solcher Festungen gefunden. Es ist bekannt, dass in den Festungen zur Eisenzeit die Histrier, das erste dokumentierte Volk auf dem Gebiet Istriens, lebten.

Buje zur Zeit der Römer

Durch die Gründung der römischen Herrschaft in Istrien wird das Territorium von Buje zum Besitztum der Triester Kolonien und in die Region "Venetia et Histria" einverleibt. Das prähistorische Kastell ist zu dieser Zeit verlassen, wird aber in der Spätantike wieder zum Leben erweckt. Besiedelt wird es von den Flüchtlingen, die vor den Einbrüchen der Barbaren zurückweichen und allmählich erhalten Buje die Merkmale einer mittelalterlichen befestigten Stadt.

Zeitraum bis zum 13. Jahrhundert

Nach dem Fall des Weströmischen Reiches und der Herrschaft der Ostgoten tritt die Stadt auf friedlichem Weg in das Gefüge des Byzantinischen Reiches ein. Bald folgt die Ansiedlung der Slawen und Ende des achten Jahrhunderts wird Buje, Teil des karolingischen Reiches. In den Dokumenten wird die Stadt zum ersten Mal im Jahr 981 als Castrum Bugle in der Charta des deutsch-römischen Kaisers Otto II erwähnt. Zu dieser Zeit ist das Kastell von Buje dem Patriarchat von Aquilea, der kirchlichen und die administrative Einheit im Heiligen Römischen Reich, untergeordnet.

Republik Venedig

Im 13. Jahrhundert erhält die Stadt einen höheren Autonomiegrad und wird zur freien Kommune. Anfang des 15. Jahrhunderts wird die Stadt von der venezianischen Republik eingenommen und unterzeichnet den Akt der Übergabe an Venedig im Jahr 1412. Als Vergeltung für den langen Widerstand gegen die Übernahme von Venedig und wegen der Loyalität zum Aquilea Patriarchat wurden bei der Stadtübernahme die Schutzmauern, Festungen und der Glockenturm zerstört. Die Fortifikation wurde mehreren Jahrzehnten später erneut aufgebaut.

Die nächsten vier Jahrhunderte unter der Herrschaft Venedigs bildeten den Grundstein für das Aussehen des historischen Stadtzentrums. Es wurde der Glockenturm und auf der Hügelspitze die Kirche des hl. Servul sowie die Stadtloggia, welche sich auf dem Platz der Freiheit befindet, errichtet. Hervorzuheben ist das Jahr 1427 unter der venezianischen Herrschaft als die Gemeindesatzung zur Regelung ihrer Verwaltung verabschiedet wurde, denn dies war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der eingerichteten Gemeinschaft. Zusammengesetzt aus der Basis eines älteren Textes und nach altem Brauch, schreibt die Satzung in 139 Kapiteln, die Aufgaben der Vorsteher, Beamten und Bürger vor. In den folgenden Jahrhunderten wächst die Stadt sowohl demographisch als auch wirtschaftlich und wird von Flüchtlingen, die vor den türkischen Angriffen fliehen, angesiedelt.

Österreichisch-Ungarische Monarchie und Königreich Italien

Nach dem Zusammenbruch des venezianischen Imperiums im Jahr 1797 gerät Buje kurz unter die französische Regierung und tritt daraufhin dem Gefüge der Österreich-Ungarischen Monarchie bei. Während der Herrschaft von Österreich wurde in Buje der Zugbahnhof gebaut, in dessen Gebäude sich heute das Feuerwehrhaus befindet.

Nachkriegszeit

Nach dem Ersten Weltkrieg gehört Istrien und Buje zur Staatsverwaltung des Königreichs Italien. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs endet die Stadt und Umgebung im Freien Territorium von Triest, einem umstrittenen Gebiet, das zum Teil von den Alliierten und zum Teil von der jugoslawischen Armee kontrolliert wurde. Sein Status wurde erst im Jahr 1954 geregelt, als vereinbart wurde, dass der nördliche Teil des Territoriums von Triest und der Umgebung zu Italien gehören wird und der südliche Teil zu Jugoslawien beziehungsweise mit ihre Auflösung, Koper zu Slowenien und die Städte Umag, Buje und Novigrad zu Kroatien.

Buje waren traditionell bedingt das Justiz-, Bildungs- und Verwaltungszentrum des nordwestlichen Istriens. Obwohl die wirtschaftliche Bedeutung der Küstenstädte Umag und Novigrad durch die Entwicklung des Tourismus gestärkt wurde, sind Buje immer noch das Zentrum einiger wichtiger Institutionen in diesem Teil Istriens.

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