Geschichte von Brtonigla

Geschichte von Brtonigla

Die turbulente Geschichte von mehr als zwei Jahrtausende prägte das Schicksal von Brtonigla und hinterließ wie ein Stempel seine unauslöschlichen Spuren in der Kultur und Lebensweise dieser Gegend. Es sind noch aus prähistorischen Zeiten, einige wenige, aber durchaus sehr wertvolle archäologische Funde erhalten geblieben, die das Leben der ersten Siedler auf dem Hügel bestätigen, auf dem sich heute Brtonigla emporhebt.

Hervorgegangen aus den Umrissen einer ehemaligen Burg der sog. Castelliere ist Brtonigla reich an Funden aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit aus den Jahren von 2100 bis 1000 v. Chr. Zu den wichtigsten Zeugnissen früheren Lebens gehören zwei Höhlen entlang des Flusstals der Mirna sowie die Burgen Valaron oder Gradina bei Nova Vas.

Als im 1. Jahrhundert v. Chr. das Römische Reich auch in Istrien waltete, bedeutete dies das Ende der Unabhängigkeit der alten Histrier, dem ersten bekannten Volksstamm der istrischen Halbinsel. Die Überreste aus der Zeit der römischen Herrschaft sind in der gesamten Brtonigla Region zahlreich vorhanden und die ehemaligen histrischen Burgen entwickelten sich zu Städten. Die Reste eines römischen Bauwerks mit Mosaikböden wurden in der Nähe von Brtonigla im Ackerland von Zidovišće gefunden. Die Örtlichkeiten Turini und Balbije sind bekannte Fundorte von Grabkammern, Dachziegeln mit Siegeln und anderen Überresten aus der Römerzeit. Nicht weit von Fiorini wurden in einem Feld, bekannt als sog. Njiva, Scherben von Tongefäßen gefunden.

Brtonigla wird im Jahr 1234 zum ersten Mal in schriftlichen Dokumenten als Ortoneglo beziehungsweise als schwarzer Garten, erwähnt. Dieser Namen wurde Brtonigla aufgrund der vorherrschenden Erdbodenfarbe des Ortes und der Umgebung erteilt. Im 11. Jahrhundert wird Brtonigla zum Lehngut der Patriarchen von Aquileia und geht 200 Jahre später in den Besitz der Landsherren aus Momjan über.

Republik Venedig

Ähnlich wie die anderen Städte in Istrien überlebte auch Brtonigla die Epidemie der Pest - die Daten aus der Zeit von 1630 bis 1631 weisen eine drastische Bevölkerungsabnahme auf. Dank des milden Klimas und der fruchtbaren Böden wurde Brtonigla aber erneut besiedelt. Unter den neuen Familien werden die Familien Rigo und Busin erwähnt, die angesehene Grundbesitzer und Kaufleute waren. Mehr als 400 Jahre wurde Brtonigla von der Republik Venedig verwaltet und dies bis zum 18. Jahrhundert, danach wechselten sich die Regierungen Frankreichs unter Napoleon, die Habsburger und die Italiener fast blitzartig ab.

Stolz widerstand Brtonigla zahlreicher historischer Veränderungen und heute erhebt sich in ihrem Zentrum, die dem Schutzheiligen von Brtonigla, dem hl. Zenon gewidmete Pfarrkirche. Sie wurde im Jahr 1862 anstelle der älteren, aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kirche erbaut, neben der sich der ursprüngliche Glockenturm aus dem Jahr 1491 erhebt. In der Gegend von Brtonigla befinden sich noch acht weitere Kirchen und Kapellen. Außer der erwähnten Kirche des hl. Zenon, ist Brtonigla auch noch stolz auf die Kirche des hl. Rochus und die kleine Allerheiligenkirche, die Grabkammern aus dem Jahr 1567 bewahrt.

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